Information über die Türkei

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Die türkische Bevölkerung

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Allgemeine Information

Wir raten Ihnen, bevor sie in die Türkei reisen, bei ihrem Hausartz oder Gesundheitsamt zu informieren, ob sie geimpft werden sollten, gegen zum Beispiel Hepetitus B. Vor allem Menschen mit Diabetes, Herz- oder Leberbeschwerden sollten mit ihrem Hausarzt oder Gesundheitsamt Kontakt aufnehmen.

Wir empfehlen Ihnen Wasser immer nur aus Flaschen zu trinken und mit Eis in Getränken aufzupassen.

Die Türkei liegt in zwei Weltteilen: Europa und Asien. Der europäische Teil, auch Thracien genannt, bezieht 3 % der Oberfläche der Türkei. Der Rest, Anatolien genannt, liegt in Asien. Wo Europa und Asien zusammen kommen, liegt Istanbul. Istanbul ist denn auch die einzige Stadt der Welt, die in zwei Weltteilen liegt.

  • Marmaris liegt im europäischen Teil der Türkei und im nordwestlichen Teil Anatoliens. Es wird auch der ‘Garten von Istanbul’ genannt. Dieses hügeliges gebiet ist der dichtstbesiedelte Teil der Türkei. Der Landbau ist variiert, unter anderem Reis, Trauben, Oliven und Pfirsiche. Es gibt hier ein gemäßigtes Meerklima, dass heisst das es hier warm ist, aber der Wind verkühlt ziemlich. Die Winter sind feucht, mit vielem Regen und manchmal sogar Schnei.
  • Das egeische Gebiet ist gebirgig mit vielen Tannenwäldern. Das Mittelmeerklima bringt heiße Sommer und sanfte Winter. Mehr als 50 % des türkischen Tabaks wird hier produziert. Andere wichtige Produkte sind Oliven und Baumwolle.
  • Das Mittelmeergebiet liegt im Süden von Anatolien. Auch hier gibt es ein Mittelmeerklima, obwohl es hier etwas wärmer ist als im egeischen Gebiet. In diesem Gebiet liegen die wichtigsten Badeorte der Türkei. Hier werden sehr viel Baumwolle und Zitrusfrüchte gezüchtet.
  • Zentral Anatolien ist eine Hochebene auf durchschnittlich 1000 Meter über dem Meeresspiegel. Dieses Gebiet liegt mitten in der Türkei. Die kahlen Flächen werden vor allem benutzt um Ziegen und Schafen weiden zu lassen. Hier herrscht ein Landklima mit grossen Temperaturunterschieden, sowohl im Sommer wie im Winter und sowohl tagsüber wie nachts. Die Sommer sind heiß und trocken, die Winter kalt.
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Die türkische Bevölkerung

Die türkische Bevölkerung ist eine Kombination aus verschiedenen Graslandvölkern aus Zentral-Asien. Allmählich sind diese Gruppen aber so zusammengeschmolzen, dass ihre Identität sich änderte in was wir jetzt die Türken nennen. Die Türkei hat ungefähr 55 Millionen Einwohner. Es leben in der heutigen Türkei aber immer noch ethnische Gruppen, die ihre Identität mehr oder weniger behalten haben.

Die Turkmenen, Türkmen auf Türkisch, sind die Ahnen der Türken. Die Dynastie der Seldjoeken stammt von dem turkmenen Volksstamm Ghuzz oder Oguz aus Zentral-Asien ab. Die Seldjoeken, die im 11. und 12. Jahrhundert sehr wichtig waren, hatten sich 100 Jahre davor zum Islam bekehrt und besiedelten Persien, die jetzt iranische Provinz Khurasan.

In dieser Zeit, zwischen 1050 und 1055, eroberte ihr Führer Tügrul Bey mit seinen Ghazis, Krieger des Glaubens, Isfahan und Bagdad und andere Teilen vom heutigen Iran und Irak. Er nannte sichselbst Schutzherr des Kalifs von Bagdad, der geistige Leiter der Sunnieten. Der Kalif honorierte ihm mit dem Titel Sultan und zusammen bestreiteten sie die Sjiieten. Togruls Nachfolger Alp Arslan (1063-1072) und Malik Shah breiteten das Reich weiter aus bis zu Syrien, Palästina und Anatolien. Alp Arslan besiegte 1071 die Byzantinern bei Malazgirt und hatte gleich Zugang zu Anatolien.

Von vielen wird das Jahr 1071 als den Anfang der ‘Türkei’ gesehen. Die Turkmenen führten den Islam ein und bereiteten das Land so auf eine jahrhundertlange ottomanische Überherrschung vor. Als Alp Arslan die (christliche) Byzantinern besiegt hatte, war die christliche Welt alarmiert. Dies war die Anleitung zum ersten Kreuzfahrt in 1095.

Nach der Tod Malik Shah übernahmen seine Sohne die Macht, aber das Reich fing, wegen Zwietracht untereinander und eines Machtstreites, auseinander zufallen. Süleyman Shah belagerte Konya und eroberte es, genau wie Iznik. Im letzterwähnten Staat beschaffte er das Sultanat Anatolien. Iznik wurde einige Zeit danach von den Byzantinern wiedererobert und Konya wurde die neue Hauptstadt. Der Machtstreit blieb.

Nur das Sultanat von Rum, mit der Hauptstadt Konya blieb bestehen, bis den Mongolen 1243 nach dem Kampf um Kösedag auch Anatolien überfielen und dort für ein halbes Jahrhundert herrschen wurden. Mesud II war der letzte Seldjoekenkönig.

Die wichtigsten Gegner der Seldjoeken blieben immer die Sjiieten, die zu der Dynastie der Fatimiden in Ägypten gehörten. Während des 15. Jahrhunderts herrschten in Persien die Safawiden, sjiitische Moslems, die wahrscheinlich kurdisch waren. Sultan Selim I bestreitete die Sjiieten, wahrend die Turkmenen im osmanischen Reich Sunnieten waren. Obwohl das Ziel der Seldjoeken am Anfang nicht Byzantium war, sonder die sjiietischen Moslems, gingen einige doch etwas weiter. Dies führte zu der Gründung des Sultanats von Rum, mit dem heutigen Konya als Hauptstadt.

Mongolische Truppen und turkmenische Nomaden kamen und Konya wurden von den Truppen von Djingiz Khan besiegt. Davor hatten auch die Turkmenen das Sultanat von Rum besetzt, aber sie wurden auch von den Mongolen fortgejagt.

Nur im westlichen Teil Anatoliens blieb Byzantium bestehen. Das Reich der Seltsjoeken war auch an der Bau von vielen religiösen Medreses verbunden. Vor allem in der Zeit von Kili Arsian (1153-1192). Die Sircali Medrese erschien in Konya und gleichförmige Gebäuden wurden in Sivas und Kirsehir gebaut.

Die Seldjoeken werteten außerdem die Medizin und bauten verschiedene Krankenhäuser und medizinische Instituten. Die wichtigsten Einrichtungen waren in Kayseri, Sivas, Amasya, Tokat und Kastamonu.

In dieser Zeit beeinflussten persische Intellektuellen und die iranische Kultur Anatolien sehr. Um 1308 endete das Seldjoekenreich sich definitiv und es entstanden verschieden Fürstentümer. Das Fürstentum von der Beylik war am Anfang das wichtigste, aber das Fürstentum an der Grenze von Byzantium, Osman, wurde schnell die Herrschaft übernehmen und verschiedene Staaten vereinen.

Die neuen Herrscher wurden die türkische Sprache schnell zu der offiziellen machen.

Die islamitische Kultur hatte in der Türkei während der Seldjoeken und später der Osmanen ihre Blütezeit, aber der Islam ist auch in der heutigen Türkei noch sehr wichtig im gesellschaftlichen und politischen Leben. Dies obwohl Atatürk sehr davor gestreitet hat die Türkei eine völlig weltliche Staat sein zu lassen, genau wie im Westen.

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Tourismus und die Türkei

Die Türkei, eine Brücke zwischen Ost und West. Weil in der Türkei im Laufe der Jahrhunderte viele Zivilisationen gelebt haben, ist die Türkei ein Schatz von historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten.

Im ganzen Land haben diese Zivilisationen Spure hinterlassen, und viele kann man auch besuchen. Seit den biblischen Zeiten hat die Türkei eine wichtige Rolle in der Geschichte der Menschen gespielt. Zum Beispiel Noah, wessen Arche auf dem Berg Ararat geendet sein sollte, oder eine andere wichtige Person in verschieden Religionen; Abraham, der aus Edessa (das heutige Urfa) kam und Maria die nach der Tod Jesu in Efes war. Petrus wurde für seine erste Mission Antiochien (das heutige Antakya) gewählt haben, weil die Einwohner gottlos seien. Natürlich sollten wir Caesar nicht vergessen, der in Zela (ein Dorf östlich von Ankara) seine bekannte Aussage " veni, vidi, vici" (" ich kam, ich sah und ich siegte”) tat.

Seitdem ist die Türkei von vielen Kulturen überspült worden, wovon man viele zurückfinden kann, zum Beispiel die Hettieten, Perser, Griechen, Römer, Byzantiner, Seldjoeken und die bekannteste, die Ottomanen. Die Türkei hat deswegen sehr viele archäologische Funde.

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Reiseziel

Der Turismus ist für die Türkei eine schnell wachsende Erwerbsquelle. Die Unterkünfte für den moderneren Massentourismus sind noch nicht so ausgedehnt wie in Griechenland oder Italien. Möglichkeiten für luxiöse Strand- oder Sonnurlaube gibt es aber sehr viel, nicht nur an den eigeischen Küsten, sondern auch im Süden am Mittelmeer und im Norden am schwarzen Meer.

Für den Tourist, der Kultur sucht, ist die Türkei ein Paradies. Städte wie Istanbul und Izmir sind bei Touristen sehr beliebt, genau wie die Ruinen von Troje und Orte wie Efeze und Bursa.

Neben vielen islamitischen Monumente hat Istanbul das Hauptwerk der byzantinischen Baukunst, die Aya Sophia (6. Jahrhundert). Eine andere sehenswürdige Stadt in der europäischen Türkei ist Edirne, mit unter anderem die Moschee von dem wichtigtsen Archiktekt der Türkei, Sinan (16. Jahrhundert).

Manisa ist das wichtigste türkisch-islamitische Kulturzentrum im egeischen Gebiet, mit unter anderem vielen Moschees. Das badeort Çesme hat ein mittelalterliches Fort. Kusadasi (Vogelinsel) ist ein modernes stark frequentiertes Badeort. Von der Mittelmeerküste ist das Badeort Antalya das touristische Zentrum. Auch in diesem Küstgebiet befinden sich antike Ruinen, wie zum Beispiel einige römische Theater.

Bei Demre sind die Ruinen von Myra, die Stadt von Nikolaus von Myra (Sankt Nikolaus), über sein Grab wurde eine Kirche gebaut. In Perge ist ausser einem Theater auch einem antiken Stadion, wo 27.000 Zuschauer anwesend sein konnten.

Mehr in östlicher Richtung sind touristische Orte: Alanya, eine Festung aus der Seldjoekenzeit mit innerhalb der doppelten Mauern Moscheen, eine überdachte Bazar und ein Palast; die Damlatas-Tropfsteinhöhle in der Nähe von Alanya; das Badeort Anamur mit einem grossen mittelalterlichen Schloss; das Badeort Silifke mit einer Kreuzfahrersburg; Mut mit einer Festung aus dem 14. Jahrhundert; Antakya (das antike Antochien) mit einer berühmten Kollektion römischer Mosaiken im Museum.

Die Schwarzes Meer-Küste hat ein mildes Klima. Es regnet hier von der ganzen Türkei am meisten, sodaß hier ausgedehnte Wälder sind. Zu den modernen Badeorten gehört Giresun. Interessante Architektur hat Trabzon (das Trebizonde der byzantinischen Zeit). Südlich hiervon liegt über einen jähen Abgrund das Kloster von Sumela, aus dem 14 Jahrhundert mit byzantinischen Fresken.

In West-Anatolien sind Bursa und Iznik sehenswürdig. Bei Çanakkale liegt der Ruinehugel von Troje. Amasya hat unter anderem Moscheen und Felsgräber von Pontischen Königen. Im Süden ist das Wallfahrtsort Konya vor allem wegen seinen ‚tanzenden Derwisjen’ bekannt.

Der Süden von Ost-Anatolien besteht aus der historischen Landschaft Cappadocia, das vor allem wegen der Gruppen bizarren Felsen mit vielen natürlichen Höhlen, die als Wonung, Kirche oder Kloster gedient haben, bekannt ist. In den übrigen Teilen von Ost-Anatolien sind sehenswert: Tokat mit einem Schloss mit 28 Türmen und Moscheen aus dem 12.-16. Jahrhundert; Kars mit Resten der Armenischen Stadt Ani (10.-11. Jahrhundert); Diyarbakir mit zahlreichen alten Gebäuden, unter anderem eine Moschee aus ungefähr 1090 und eine 5 Kilometer lange Basaltmauer (schwarz also) mit 72 Türmen und Van am Vansee, wo Felsengräber gefunden sind.

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Das Klima

In der Türkei ist das Klima von der geografischen Lage abhängig. Istanbul hat ein gemäßigtes Klima mit heißen Sommer und sanften Winter, die Temperaturen variieren von 28° im Sommer bis zu Temperaturen um den Gefrierpunkt im Winter.

An der türkischen Riviera –van Antalya bis zu Iskerderun- hat man ein subtropisches Klima mit im Sommer Temperaturen bis zu 35° und im WinterTemperaturen von 12° bis zu 15°. Im Innenland ist dat Klima kontinental, mit heißem Sommer und eiskalten Winter. Das Klima ist sehr unterschiedlich, was vor allem mit der Lage in Bezug auf das Meer und mit der Höhe zusammenhängt. Das Innenland hat ein starkes Landklima, während die Küsten ein Meerklima haben.

Tiefe, durchschnuttlich fünf im Jahr, kommen nur in der kalten Jahreszeit vor, und ziehen über das Schwarze Meer und das Mittelmeer. Aber nie über das zentrale Hochland. Ihr Einfluss reicht nicht weiter als einige Dutzend Kilometer landeinwärts. Dadurch kommen im Inland sehr niedrige Temperature vor. Vor der Mittelmeertiefe führen Wüstenwinden trockene, warme Luft auch ins Inland, vor allem im Fruhling.

Im Sommer wehen, durch den niedrigen Druck über Asien nordliche Winde. Die Küsten sind dann kühler als das Inland, genau gegenüberstehend zu der Lage im Winter. Von der Küste (vor allem die Schwarzes meer- Küste) abgesehen, ist der Niederschlag gering und abwechselnd.

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